Wechsel an der Spitze des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat Jost Lammers einstimmig zum neuen Präsidenten des Verbandes gewählt. Lammers tritt seine zweijährige Amtszeit am 1. Juni 2022 an. Er folgt auf Peter Gerber, dessen Amtszeit als BDL-Präsident turnusgemäß am 30. Mai endet.

Jost Lammers ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH. Der 55-jährige Betriebswirt startete seine Karriere in der Luftverkehrswirtschaft 1998 bei der HOCHTIEF AirPort GmbH und war zunächst in verantwortlichen Positionen an den Flughäfen Düsseldorf und Athen tätig. Bevor er im Januar 2020 an die Spitze des Münchner Flughafens rückte, hat er zwölf Jahre lang den Liszt Ferenc Airport in Budapest geleitet.

Jost Lammers zu seiner Wahl: „Nachdem wir die Pandemie hinter uns gelassen haben, befindet sich die Luftverkehrsbranche jetzt im Aufbruch. Die starke Belebung des Verkehrs zeigt, wie wichtig die Möglichkeit des Reisens für die Menschen ist. Die enorme Bedeutung des Luftfrachtverkehrs für die deutsche Wirtschaft und die Aufrechterhaltung der globalen Lieferketten ist gerade in der Krise deutlich geworden. Wir wollen daran arbeiten, die Rahmenbedingungen so weiterzuentwickeln, dass der Luftverkehr seine wichtige Rolle für die Menschen und die Wirtschaft in unserem Land auch in Zukunft in vollem Umfang wahrnehmen kann.“

Als größte Herausforderung für die folgenden Monate sieht Lammers die erfolgreiche Neuaufstellung der Klimapolitik der Europäischen Union mit dem Reformpaket Fit for 55. „Der Klimaschutz ist die wichtigste Aufgabe der Luftverkehrswirtschaft in den kommenden Jahren. Dabei kommt es entscheidend darauf an, die Instrumente wettbewerbsneutral auszugestalten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen im Fit for 55 Paket sind nicht mit einem hinreichenden Carbon-Leakage-Schutz versehen und drohen deshalb das klimapolitische Ziel zu verfehlen. Sie schaden europäischen Fluggesellschaften und Flughäfen im Wettbewerb und führen zu einer reinen Verlagerung von Verkehr und Emissionen zu Wettbewerbern aus Drittstaaten. Hier muss dringend nachgesteuert werden“, sagte Lammers.

Der scheidende BDL-Präsident Peter Gerber gratulierte zur Wahl seines Nachfolgers: „Gerade die Herausforderungen der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie wichtig eine gemeinsame Interessenvertretung der Branche ist. Die aktuelle krisenbeladene Zeit bringt zahlreiche neue Herausforderungen, die wir miteinander meistern müssen. Dafür ist es wichtig, dass alle Akteure der Luftverkehrswirtschaft eng zusammenarbeiten. Die BDL-Mitglieder haben mit Jost Lammers einen erfahrenen Branchenkenner zum künftigen Präsidenten gewählt, der aus seiner Position am Drehkreuz München die verschiedenen Belange der Luftverkehrswirtschaft hervorragend kennt.“

Das BDL-Präsidium dankte Peter Gerber für die erfolgreiche und engagierte Wahrnehmung des Präsidentenamtes in seiner zweijährigen Amtszeit. Insbesondere würdigte das Präsidium, dass es in seiner Präsidentschaft gelungen ist, nicht nur die enormen Herausforderungen der Corona-Pandemie zu stemmen, sondern in dieser herausfordernden Zeit auch einen weitreichenden Maßnahmenplan zur ökologischen Modernisierung der Luftfahrt vereinbart zu haben, der seitdem engagiert vorangetrieben wird. Gerber bleibt weiter Mitglied im BDL-Präsidium.

Seit 2016 ist das Amt des BDL-Präsidenten ein Ehrenamt, das alle zwei Jahre zwischen den Mitgliedsgruppen im Verband rotiert. Der Präsident wird jeweils aus dem Kreis der Präsidiumsmitglieder gewählt. Nach Klaus-Peter Siegloch, der noch hauptamtlich für den Verband tätig war, wurden seitdem Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, (2016-2018), Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung, (2018-2020), Peter Gerber, CEO der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines, und jetzt Jost Lammers, ehrenamtlich in das Präsidentenamt gewählt.

Quelle: Pressemitteilung BDL, 23.05.2022

 

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Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e. V.

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